Faschingsklassiker: Krapfen mit Marillenmarmelade 🎉

Rezept für flaumig weiche Faschingskrapfen

Die fünfte Jahreszeit, der Fasching, ist bereits in vollem Gange. Zu dieser Zeit gönnen sich die Österreicher den einen oder anderen Krapfen. Die in Fett gebackene Germspeise ist in dieser Zeit nämlich nicht wegzudenken. Nach dem genussvollen Reinbeißen in den Faschingskrapfen, bleibt immer ein verräterischer weißer Schnurrbart und ein Lächeln. ☺️

Traditionell werden die Faschingskrapfen in Österreich mit Marillenmarmelade gefüllt und mit Staubzucker bestreut. Das Selberbacken erfordert ca. 3 Stunden Zeit und etwas Geschick. Gerne habe ich die Zubereitung der Krapfen nach einem typisch österreichischen Rezept und mit Hilfe der Erfahrungswerte von Mama und Oma für euch ausprobiert. 😉

Einige Zutaten für Faschingskrapfen

Zutaten für ca. 20 Krapfen

  • 500 g Mehl
  • 250 ml Milch
  • 40 g Kristallzucker
  • 1 Packung Vanillezucker
  • 1 Packung Trockengerm
  • 40 g Butter
  • 4 Dotter
  • 1 TL Salz
  • geriebene Zitronenschale und ein Stamperl Rum für den Geschmack
  • ca. 1 l Sonnenblumenöl zum Backen
  • 1 Glas Marillenmarmelade – am besten, die selbstgemachte von Mama oder Oma 😉
  • Staubzucker zum Bestreuen

Zubereitung der Faschingskrapfen

Zuerst wird die Milch lauwarm erwärmt und die Germ mit etwas Zucker hinzugefügt und verquirlt. Achtung: Wenn die Milch zu heiß ist, verliert die Germ die Wirkung. Die Mischung wird nun etwas stehen gelassen, bis diese zu quellen beginnt.

Währenddessen kannst du schon die Butter schmelzen und etwas abkühlen lassen. Dann die Dotter und den Zucker mit der Butter vermischen und zur Milch geben. Die Mischung muss gut versprudelt werden.

Für den Teig wird das gesiebte Mehl mit dem Salz in eine große Schüssel gegeben. Darin wird eine Mulde gebildet, in die die vorbereitete Flüssigkeit vorsichtig reingegeben wird. Der Germteig wird nun mit Knethaken glatt gerührt bis er sich vom Rand der Schüssel löst.

Nun muss der Krapfenteig aufgehen. Dafür in der Spüle ein warmes Wasserbad vorbereiten (max. 50 °C) und den Teig in einer passenden Germteigschüssel mit Deckel in das Wasser stellen. Sobald der Deckel sich von selbst von der Schüssel löst, ist das „Aufgehen“ das erste Mal geglückt. 😉

Teig geht in der Germteigschüssel auf

Nun den Germteig nochmal glatt rühren und den Vorgang mit dem „Aufgehen“ noch ein- bis zweimal wiederholen. Je öfter der Teig aufgeht und dazwischen nochmal glatt gerührt wird, desto geschmeidiger wird er.

Auch vor dem Weiterverarbeiten muss der Teig nochmal geknetet werden. Dann wird er in kleine Stücke geteilt. Jedes davon soll ca. 50 g wiegen. Die Teigstücke dann in runde Kugeln „schleifen“.

Beim „Schleifen“ entsteht die schöne runde Form des Faschingskrapfens. Dabei wir der Teig mit der flachen Hand auf die bemehlte Arbeitsfläche gedrückt und mit kreisenden Bewegungen geformt. Die Oberfläche der Kugeln soll glatt sein.

Die geformten Teigstücke werden dann auf ein bemehltes Blech gegeben und mit einem Geschirrtuch zugedeckt. Im Backrohr gehen die Krapfen nun noch ca. 15 Minten bei 50 °C auf.

Nun kann das Sonnenblumenöl in der Fritteuse erhitzt werden. Beim Backen der Krapfen soll das Öl ca. 150 ° C haben. Die Faschingskrapfen werden mit der Oberseite zuerst in das Fett eingelegt und ca. 4 Minuten zugedeckt gebacken. Dann die Krapfen umdrehen und ohne Deckel nochmal 4 Minuten fertigbacken. Beim Backen entsteht auch der helle Ring rund um die Faschingskrapfen, da diese im heißen Fett noch weiter aufgehen.

Faschingskrapfen in Fett herausbacken

Auf einem mit Küchenrolle ausgelegten Gitter können die Faschingskrapfen dann das Fett abtropfen lassen und abkühlen.

Die Marillenmarmelade wird mit einer Lochtülle vorsichtig in die Krapfen gespritzt, bevor diese mit Staubzucker bestreut werden.

5 Dinge, die du über Faschingskrapfen noch nicht gewusst hast

  • Die Entstehung des Krapfens liegt in der Geschichte weit zurück. Schon die Römer haben vor 2000 Jahren Teigkugeln in Fett herausgebacken.
  • Im Mittelalter wurden bei der Zubereitung der Krapfen Vorräte wie Butter, Eier und Schmalz in Klöstern aufgebraucht. Damit haben sich die Bewohner auf die bevorstehende Fastenzeit vorbereitet. Deshalb ist der Faschingskrapfen auch heute noch eine klassische Speise im Fasching.
  • Wer auf seine Figur achten möchte, für den gilt „Finger weg“ vom Faschingskrapfen. Je nach Größe, hat die süße Germspeise nämlich 200 bis 400 kcal.
  • Wer als Bäcker oder Konditor einen Faschingskrapfen herstellen möchte, muss sich in Österreich an genaue Angaben halten. Laut dem Österreichischen Lebensmittelkodex muss dieser aus feinem Hefeteig mit mindestens 6 Eidottern pro Kilogramm Mehl bestehen.
  • Der amerikanische Donut ist zumindet beim Teig sehr ähnlich zum heimischen Krapfen. Das Rezept kam im 19. Jahrhundert wahrscheinlich mit Siedlern von Europa nach Amerika.
Faschingskrapfen mit Marillenmarmelade und Staubzucker

Zum Schluss bleibt nur noch zu sagen: Viel Spaß beim Nachbacken und Verspeisen der köstlichen Germspeise! Mir schmeckt der Faschingskrapfen jedes Jahr aufs Neue wieder super gut! ☺️

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