Was die Mozartkugel für Salzburg, ist der Apfeltrüffel für Weiz
Obwohl ich ansonsten absolut kein Freund von “alkoholisierter” Schokolade bin, haben es mir die Apfeltrüffel angetan. Die Füllung besteht aus Schlagobers, Honig und Schokolade und einem Schluck Apfelschnaps der Abakusmänner aus Puch. Außen rum dann eine feine Schicht “grüner” Schokolade.
Zugegeben, ausschauen tut sie fast ein bißchen “giftig” grün, aber genau das macht sie auch zum Hingucker!
Was mag ich daran: es ist ein Produkt das von einer kleinen und feinen regionalen Konditorie in Handarbeit hergestellt wird: die Konditorei Schwindhackl habe ich ja schon öfter hier vorgestellt (Der Beste Zwetschenkuchen der Welt - ja den gibts jetzt auch wieder!). Und dieses Produkt ist nun schon viele Jahre erfolgreich und mausert sich immer mehr zum “regionalen Kulinarik-Gemeintipp”. Wir haben zum Beispiel einen Berater aus Tirol der jedesmal wenn er in der Steiermark ist eine Ladung voll für seine Frau mit nach Innsbruck nimmt. Für mich als lokales Unternehmen ist das Produkt ein ideales Mitbringsel für Kunden, das deren Herz erfreut! Es identifiziert die Merkmale der Region, und es ist auch noch “grün”, passt also ideal zu unseren Firmenfarben.
Der wichtigste Aspekt allerdings: die Apfeltrüffel schmeckt einfach. Köstlich sogar. Nach mehr. Und das ist der wahre Erfolg. Ein Produkt kann zwar durch Aufmerksamkeit und Marketing einen kurzzeitigen Höhenflug haben, aber nachhaltig erfolgreich ist nur, was Qualität hat und hält.
Hab ich doch letzte Woche von meinem Lieblingsbrot geschrieben, muss ich jetzt ein weiteres meiner Lieblingsprodukte vorstellen: Brimsen von den Weizer Schafbauern, er wird unter der Markenbezeichnung “mähh” angeboten und nennt sich “Schafbäurins Brimsen”.
Ein milder Frischkäse aus reiner Schafmilch (gehört sich ja so für einen richtigen Brimsen), ähnlich hergestellt wie Topfen. Allerdings leicht gesalzen.
Eigentlich hatte ich ihn zum ersten Mal gekauft um damit einen Liptauer zu versuchen - der ja laut Originalrezept mit Brimsen gemacht wird. Bis jetzt habe ich das aber überhaupt noch nie versucht weil mir der Brimsen pur einfach köstlich schmeckt. Frisches Bauernbrot, Brimsen, und vielleicht noch ein Hauch frischer Schnittlauch oder eine Tomate oben drauf - kööööööööstlich.
Jetzt wo es draussen dauerhaft Minusgrade hat, braucht der Mensch etwas das so richtig einheizt. Den meisten fällt hier vielleicht sofort Ingwer ein, aber nein, ich denke an ein traditionell Steirisches Produkt: Kren. Oder Meerrettich, für unsere deutschen Nachbarn
In der südöstlichen Steiermark produzieren rund 100 Betriebe auf ca. 300ha diesen kulinarischen Scharfmacher. Die Region darf sich übrigens ganz offiziell als ”GENUSS REGION ÖSTERREICH - Steirischer Kren” bezeichnen!
Wer so wie ich gerade an einem hartnäckigem Schnupfen leidet sollte hier tüchtig zugreifen: der Gehalt an Vitamin C ist in Kren doppelt so hoch wie in Zitrusfrüchten - damit ist er ein absoluter Erkältungskiller! Darüber habe ich übrigens schon vor einiger Zeit einen ausführlichen Artikel geschrieben:
http://www.herzhaft.at/allgemein/krenwurzn-eine-scharfe-sache-gegen-erkaltungen/
Aber nicht nur wegen seiner positiven Auswirkung auf die Gesundheit sollten Sie kräftig zugreifen, sondern vor allem weil er einfach köstlich schmeckt. Eines meiner Lieblingsrezepte: Steirisches Wurzelfleisch
Oder brauchen Sie vielleicht gerade eine schnelle Beilage? Wie wäre es mit einem Krenkoch (Semmelkren): 2 altbackene Semmeln klein schneiden, mit heißer Suppe aufgießen und versprudeln bis eine feine Masse entsteht. Jetzt gerissenen Kren untermischen und eventuell noch salzen. Hhmmm…da wird mir ganz warm ums Herz