Der erste Besuch im “Essgeschäft” - heimundherd neu in Weiz

Kürbiscurry mit Basmatireis

Das neue “Essgeschäft” - so der selbst gewählte Untertitel für das kleine & feine Restaurant - liegt ganz zentral in der Nähe vom Weizer Hauptplatz. Es vereint Bioladen, Gemüseladen und “Bistro” in einem. Mein erster optischer Eindruck: sehr nett, einfach eingerichtet, modern aber nicht kühl, freundlich. Ikea lässt grüßen ;-). An den herumstehenden Schachteln und den noch recht kahlen Wänden ist zu erkennen das erst ein paar Tage geöffnet ist.

Es gibt biologische Küche, frisch zubereitet, vegetarisch. Als “Flexitaria” (ja, ja, den Ausdruck gibts wirklich ;-) ) hat mich das natürlich sofort angesprochen! Wir haben also die Mittagspause genutzt um Linsensuppe, Kürbiscurry mit Basmatireis und Zitronengugelhupf zu probieren. Und wir wurden nicht enttäuscht. Die Suppe mit frischem Koriander, das Kürbiscurry eher mild aber sehr schmackhaft mit fluffigem Reis, der Gugelhupf vollwertig und zitronig. Dazu gabs einen köstlichen Apfel-Hollunder Saft aus der Region. Das ganze ohne Wartezeit & unkompliziert.

modern aber nicht kühlWarum gibts trotzdem keine vollen 5 Sterne: die Liebe zum Kochen und zu regionalen Produkten macht noch kein Geschäfts-Erfolgsmodell. Es braucht noch ein bisserl mehr Zugehen auf die Gäste, Professionalität im Betriebsablauf und - na ja, man merkt das hier jemand mit Leidenschaft dahinter steht aber es sind keine “Wirtsleute”. Es fehlt nicht viel und ich wünsche den jungen Betreibern dass sie Ihre “Schüchternheit” bald ablegen :-)

Ich komme auf jeden Fall gerne wieder!!

PS: eine nette Website gibts auch, und hier sind auch die aktuellen Menüpläne zu finden!

Vulkanlandbuffet im Hotel Legenstein

Restaurant LegensteinBei einem Ausflug in die Südoststeiermark hatte ich gestern zufällig die Gelegenheit im Hotel Restaurant Legenstein in Bairisch Kölldorf das Vulkanlandbuffet zu genießen. Köstlich kann ich nur sagen. Produkte aus der Region, traditionell und sehr geschmackvoll zubereitet, genüsslich präsentiert und charmant serviert.

Am Vorspeisenbuffet war mein persönliches Highlight der Ziegenkäse mit Apfelsalat, Walnüssen und Weintrauben. Dazu selbst gebackenes Nussbrot. Als Suppe gabs eine richtige steirische Spezialität: Schwammerlsuppe mit Heidensterz. Buchweizen wird in Österreich zu Heidensterz verarbeitet @wikipedia / marilunaFür alle die damit nichts anfangen können: der Sterz ist geröstetes Buchweizenmehl das mit Grammeln und Schmalz erst so richtig deftig wird, diesen Sterz gibt man als Einlage in die Schwammerlsuppe. Ein Essen für Holzhacker - aber einfach köstlich! Für mich eine schöne Kindheitserinnerung - eine liebe Oma hat das oft und gerne für die Familie gekocht.

Im Hauptgang habe ich mich für Tafelspitz mit Schnittlauchsoße, gerösteten Erdäpfeln und Kürbisgemüse entschieden. Und diese Wahl war genau richtig: zartes Rindfleisch im aromatischen Wurzelsud, Kürbisgemüse vom steirischen Ölkürbis mit Paprika und Sauerrahm, eine feine Joghurt-Sauerrahm-Schnittlauchsoße und würzige Röstkartoffel.
Für die Nachspeise war natürlich noch Platz - zum Glück, den das Apfeltiramisu war diese “Sünde” wert!

Die Weinwahl viel auf einen Morrillon (sprich Chardonnay) vom Weingut Scharl aus St.Anna am Aigen - eine vorzügliche Wahl, ein frischer, leichter Begleiter!

Ganz besonders Charmant war der kleine Sektempfang zu Beginn, der Hausherr präsentiert hier nicht nur seine Familie und eine kurze Geschichte zum Haus, sondern auch das Küchen- und Serviceteam, das sich dann auch selbst vorstellt und die Menü- und Weinauswahl des Abends präsentiert.
Hier wird Herzlichkeit gelebt, das spürt man!

Alles in allem ein seeeeeehr genüsslicher Abend und nur jedem zu empfehlen! Das Vulkanlandbuffet gibts übrigens fast jeden Freitag - und fast immer sind alle Tische voll, also unbedingt vorher eine Tischreservierung vornehmen ;-)

Ich komme auf jeden Fall gerne wieder!! 100% Weiterempfehlung!


Mein Beitrag zu Hotel Legenstein in Bad Gleichenberg - Ich bin ezo - auf Qype

Apfeltrüffel - die “Mozartkugel” aus Weiz

Apfeltrüffel der Konditorie Schwindhackl aus WeizWas die Mozartkugel für Salzburg, ist der Apfeltrüffel für Weiz  ;-)

Obwohl ich ansonsten absolut kein Freund von “alkoholisierter” Schokolade bin, haben es mir die Apfeltrüffel angetan. Die Füllung besteht aus Schlagobers, Honig und Schokolade und einem Schluck Apfelschnaps der Abakusmänner aus Puch. Außen rum dann eine feine Schicht “grüner” Schokolade.

Zugegeben, ausschauen tut sie fast ein bißchen “giftig” grün, aber genau das macht sie auch zum Hingucker!

Was mag ich daran: es ist ein Produkt das von einer kleinen und feinen regionalen Konditorie in Handarbeit hergestellt wird: die Konditorei Schwindhackl habe ich ja schon öfter hier vorgestellt (Der Beste Zwetschenkuchen der Welt - ja den gibts jetzt auch wieder!). Und dieses Produkt ist nun schon viele Jahre erfolgreich und mausert sich immer mehr zum “regionalen Kulinarik-Gemeintipp”. Wir haben zum Beispiel einen Berater aus Tirol der jedesmal wenn er in der Steiermark ist eine Ladung voll für seine Frau mit nach Innsbruck nimmt. Für mich als lokales Unternehmen ist das Produkt ein ideales Mitbringsel für Kunden, das deren Herz erfreut! Es identifiziert die Merkmale der Region, und es ist auch noch “grün”, passt also ideal zu unseren Firmenfarben.

Der wichtigste Aspekt allerdings: die Apfeltrüffel schmeckt einfach. Köstlich sogar. Nach mehr. Und das ist der wahre Erfolg. Ein Produkt kann zwar durch Aufmerksamkeit und Marketing einen kurzzeitigen Höhenflug haben, aber nachhaltig erfolgreich ist nur, was Qualität hat und hält.